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Samstag, 1. März 2014

Freundschaft ist...

... kurz durchläuten und fragen, wie es einem geht
... gemeinsam Frühstücken und dabei über Gott und die Welt plaudern
... gemeinsam bis nachts um halb drei den Fasching verweigern
... ein Engelchen geschickt bekommen
... sehen, dass man online ist und angechattet werden
... Bücher tauschen
... zuhören und nachfragen
... miteinander reden, lachen schweigen
... vielleicht auch mal miteinander weinen
... sich in den Arm nehmen, wenn einer das braucht
... lange nichts voneinander hören und dann da anknüpfen können, wo man aufgehört hat
... sich zu mögen und aneinander zu denken
... auszuhalten, dass es Phasen gibt, in denen man keinen Platz im Leben des anderen hat
... miteinander kochen und essen
... miteinander Musik machen
... stundenlang über völlig belanglose Dinge quatschen können
... nichts sagen zu müssen
... gemeinsam spazieren zu gehen
... jemanden zu haben, mit dem man seine Gedanken, Wünsche, Träume und Ängste teilen kann
... so sein zu dürfen, wie man ist
... ehrliche Rückmeldungen zu bekommen - auch zu schwierigen Themen
... trotzdem seine eigenen Entscheidungen fällen zu dürfen
... in schönen und in schlimmen Situationen im Leben nicht alleine zu sein
... nachts um 3 jemanden anrufen können, weil man unbedingt jemanden braucht




Ich habe im letzten halben Jahr festgestellt, dass ich doch einige Freunde habe. Bei manchen habe ich das Gefühl, dass in der Zeit aus Bekanntschaften Freundschaften wurden. Das ist ein schönes Gefühl. Und ich danke Euch allen, dass Ihr da seid, dass es Euch gibt, dass Ihr einen Teil meines Weges mit mir geht.
Ihr seid toll und es ist schön, dass es Euch in meinem Leben gibt.

Danke

Montag, 7. Oktober 2013

gerührt bin

Ich bin ja normalerweise mehr so der "keiner mag mich aber das ist mir doch egal"-Typ. Ich war noch nie everybodys Darling. Dazu habe ich zu viele Ecken und Kanten, sage zu direkt, was ich denke, bin für manche zu schnell und für andere zu intelligent, wieder andere finden mich unbequem, weil ich mich oft nicht so schnell einlullen lasse und außerdem sehe ich nicht wirklich gut aus... Insgesamt also nicht der Typ Mensch, der auf jeder Party der Stargast ist und Massen an Freunden um sich schart, die sich alle drum reißen, Zeit mit einem zu verbringen.
Aber in den letzten Tagen muss ich meine "I am bad, mean and moody - but I like it"-Einschätzung von mir aufgeben.
Mir haben in den letzten Tagen so viele Leute signalisiert, dass sie mich mögen, dass sie hinter mir stehen und die kommende Zeit mit mir durchstehen werden.
Von jemandem, den man selbst nett findet einfach so in den Arm genommen werden und zu hören "wir schaffen das, weil wir Freunde sind - und Du wirst hier gebraucht, weil ich eine Freundin brauche" ist wirklich schön. Und rührend. Und gibt Kraft. Oder zu lesen "wir sind wie Unkraut, uns sieht man nicht immer - aber los kriegt man uns auch nicht wirklich - wir sind da für Dich."
Danke dafür.
Es klingt jetzt zwar doof, aber irgendwas Gutes kann man an allem finden - vielleicht ist das Gute aus der Geschichte, dass ich mich und viele anderen auch in einer anderen Rolle kennenlernen kann und darf. Dass ich nicht vor lauter stark-sein-müssen die anderen überfahre, überfordere oder übergehe. Dass ich die Möglichkeit bekomme, die vielleicht schon viel zu eingefahrenen Bahnen und Sichtweisen mal wieder zu verlassen und aus einem anderen Winkel zu kucken.
Gut, die Möglichkeit hätte mir das Leben auch anders geben können. Ein Lottogewinn hätte mit Sicherheit auch meine Perspektive verändert... Allerdings hätte ich dann kaum wahre Freunde kennengelernt.

Wie auch immer. Et kütt, wie et kütt oder s'kummt wia's kummt...
Trotz allem:
Danke

Ansonsten hab ich morgen Termin zum Ultraschall, zur Mammographie und zum MRT und hoffe ganz schwer, dass sich keine weiteren Tumoren zeigen werden. Drückt mir die Daumen.